Mit Kindern den ländlichen Raum gestalten

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

Kinder brauchen Herausforderungen. Kinder brauchen Vorbilder und Kinder brauchen Gemeinschaften, in die sie eingebunden sind. All das bietet die Kommune, denn das kommunale Leben und dessen Entwicklung bieten sich geradezu an, positive Erfahrungen mit sich als Mensch in der Gemeinschaft und den eigenen Begabungen zu machen. Fühle ich mich als Mensch eingeladen, meinen Wohn- und Lebensort mitzuentwickeln und zu gestalten, dann bin ich auch Teil eines (politischen) Gestaltungsprozesses meines Lebensraums, meiner Gemeinde. Dies zu lernen, sollte bereits in der „Kinderstube“ erfolgen.

Mit dem Projekt ‚Kinder leben und gestalten den ländlichen Raum‘ werden wir ganz konkrete Handlungsschritte der Kinderbeteiligung aufzeigen und in die kommunale Praxis ländlicher kleinerer Gemeinden umsetzen.

 


Zuwendungsgeber

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz


Kooperationspartner

Naturpark Südschwarzwald

LAG Kinderinteressen BaWü e.V.


Projektauftrag

Leitgedanken:

Eine vorausschauende Standortpolitik beginnt mit Kindern und Jugendlichen der Gemeinde und ist Teil einer lebendigen Gemeinde- und Regionalentwicklung. Hierfür hat der Gesetzgeber mit dem § 41a eine Grundlage für die Umsetzung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen geschaffen. Im Rahmen des Projekts werden wir mit konkreten Bausteinen der Kinderbeteiligung in ländlichen Gemeinden arbeiten und diese allen baden-württembergischen Kommunen zur Verfügung stellen.

 

Ziele des Projekts

Ziel ist es die Kinderbeteiligung in ländlichen Gemeinden zu stärken, nachfolgende Generationen gezielt zu beteiligen, geeignete Verfahren von Kinderbeteiligung zu praktizieren und dokumentieren und eine Sensibilisierung und Kompetenzentwicklung zur Umsetzung der Kinderrechte zu erzeugen. Kinder entdecken und erkunden ihren Lebensraum und lernen diesen kennen. Neben der Erkundung bringen sie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in den politischen Raum ein.  Es geht darum, Kinderinteressen in kommunale Planungen mit einzubeziehen und die nachfolgenden Generationen gezielt so zu beteiligen, so dass sie eine Identifikation mit dem Lebensraum Gemeinde und Region entwickeln.

Methoden und Maßnahmen:

  • Beratung zum Einsatz unterschiedlicher Module der Kinderbeteiligung u.a. Gemeindedetektive, Klima- und Verkehrsdetektive (u.a. Schulwegeplanung);
  • Durchführung der Gemeindeerkundung durch Gemeindedetektive in Verbindung mit einer Kinderkonferenz bzw. Kindergipfel u.a. mit dem Gemeinderat, die Realisierung geschieht in Kooperation mit Vereinen, den Grundschulen und der Gemeinde.
  • Einsatz des kindgerechten Planspiels ‚Die Kommunal Kids‘ (https://www.junge-buergermeisterinnen.de/wissen-und-austausch/f%C3%BCr-kids/kommunal-kids/)
  • Werkstattgespräche zu Kinderrechten und zur Kinderbeteiligung mit Schulteams, mit Elternbeiräten und Fördervereinen von Kindergärten und Grundschulen;
  • Voneinander lernen“
  •  „Schlanke“ Konzepte der Kinderbeteiligung über Gemeindegrenzen hinweg vermitteln und interkommunale Ansätze gestalten

Institutsleitung:

Prof. Dr. Paul-Stefan Roß


Projektleitung:

Udo Wenzl


Projektdauer:

September 2025 – Dezember 2026


Zuordnung beim Institut:

Praxisprojekt / Entwicklung


Ergebnisse

Die Ergebnisse, die sich aus dem Modellprojekt ergeben, fassen wir in einer modular einsetzbare „Handreichung“ zusammen. Damit kann in weiteren Kommunen des ländlichen Raums das Thema Kinderbeteiligung durch neue Zugänge und Ansatzpunkte erfolgreich bearbeitet werden. Sowohl die Handreichung als auch die detaillierteren Ergebnisse des Projektes werden über die Institutshomepage kostenfrei zugänglich sein. Ebenfalls werden wir die Ergebnisse über das Gemeindenetzwerk multiplizieren.

OnePager

Eine Kurzübersicht des Projekts finden Sie hier.

v.l.n.r.: Udo Wenzl, Prof. Dr. Paul-Stefan Roß (Februar 2023)