Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart

Fachgespräch - Jugenddialoge auf Kreisebene - der Landkreis als wichtiger Akteur der Jugendbeteiligung

EINLADUNG

Digitales Fachgespräch
am Mittwoch, 18. Mai 2022

14.30 Uhr bis 18.30 Uhr

Der Landkreis scheint aus der Perspektive von Jugendlichen auf den ersten Blick keine große Faszination auszustrahlen, denn die Kommune ist der unmittelbar erfahrbare Teil der Lebenswelt der jungen Generation. Dennoch werden wichtige Themen und Entwicklungen auf der sog. Kreisebene verhandelt, die relevant für die junge Generation sind. Vor diesem Hintergrund braucht es ein Bildungs- und Beteiligungsverständnis auch für die Kreisebene. Ebenso kann der Landkreis bei der Umsetzung der kommunalen Jugendbeteiligung eine wichtige Funktion übernehmen, so z.B. in der Begleitung der kreisangehörigen Gemeinden.

Jugenddialogformate auf Landkreisebene werden schon in mehreren Bundesländer praktiziert. Von Kreisjugendparlamenten über Kreisjugendkonferenzen bis hin zu regionalen und niederschwelligen Formaten haben wir Vertreter:innen unterschiedlicher Landkreise anderer Bundesländer zu einem digitalen Fachmeeting eingeladen. Methodische Handlungsschritte des Jugend-Demografie-Dialogs als eine Zukunftsstrategie zur Gestaltung des demografischen Wandels in ländlichen Regionen werden vorgestellt.

Acht Landkreise in Baden-Württemberg haben sich jetzt in einem Pilotprojekt auf den Weg gemacht: Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Vorhaben soll dazu beitragen, den Stellenwert von Jugendbeteiligung auf der Gemeinde- und Landkreisebene zu steigern und Folgeprozesse anzustoßen, um nachhaltige Dialog- und Beteiligungsstrukturen auch auf Landkreisebene für junge Menschen zu schaffen, ggf. bereits bestehende Strukturen zu stärken sowie bei der Entwicklung einer niederschwelligen und inklusiven Jugendbeteiligung neue Erkenntnisse herauszuarbeiten.

Herzliche Einladung an interessierte Menschen, Multiplikator:innen der Jugend(sozial)arbeit der freien und der öffentlichen Trägern, Jugendliche und junge Erwachsene, usw. aus ALLEN Landkreisen in Baden-Württembergs (nicht nur die Pilotlandkreise!). Wir bitten die Fachkolleg:innen der Kreisjugendreferate die Ausschreibung auch an die Menschen in Eurer Kreisverwaltung weiterzuleiten, für die dieses Meeting von Interesse sein könnte. Landrät:innen und Dezernent:innen sind ebenfalls herzlich willkommen!

Anmeldung bitte bis zum 11. Mai 2022 per Mail an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Einladung in PDF befindet sich hier.

Fit für die Zukunft? Bedingungen und Wirkungen Engagement-fördernder Infrastrukturen in kleinen Kommunen des ländlichen Raums im Kontext gesellschaftlicher Transformation

Ende März erreichte uns die Zusage zu unserer Bewerbung auf den Forschungsaufruf 'Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements und Ehrenamts' der Deutschen Stiftung für Engagament und Ehrenamt.

Lebendiges Engagement bzw. eine lebendige Zivilgesellschaft fördern den Zusammenhalt und die „gesellschaftliche Transformationsfähigkeit“ gerade von Kommunen im ländlichen Raum. Um jedoch Wirkung entfalten zu können benötigt Engagement eine stärkende Infrastruktur.

Das Institut geht im Forschungsprojekt geht der Frage nach, welche Infrastruktur unter welchen Bedingungen tatsächlich in der Lage ist, Engagement so zu unterstützen, dass es zur Bewältigung aktueller gesellschaftliche Transformationsprozesse beiträgt. Hier geht es zur Projektbeschreibung.

Neu im Team: Udo Wenzl begleitet das Projekt „Jugenddialog auf Landkreisebene“

Mit Jahresbeginn 2022 starten wir mit einem neuen Vorhaben: 8 von insgesamt 35 Landkreisen in Baden-Württemberg entwickeln modellhaft ein Jugenddialog- und Bildungsformat auf Landkreisebene gemeinsam mit der Kreispolitik. Kein leichtes Unterfangen, da in Fachkreisen immer wieder zu hören ist, dass der Landkreis keine wirkliche Bedeutung für die junge Generation hat. Außer beim Führerschein. ABER: Wie viele jugendrelevante Anliegen werden auf Kreisebene verhandelt und entschieden? Es sind die wichtigen und aktuellen Themen wie Mobilität, Klimaschutzaktivitäten, die Bildungsangebote der Kreisschulen usw. usw.

Verantwortlich für dieses Projekt ist Udo Wenzl, Experte im Feld der Kinder- und Jugendbeteiligung und kein unbekannter Akteur in der jugendpolitischen Arbeit von Baden-Württemberg. Er berät und begleitet u.a. Kommunen in der Umsetzung von Kinder- Jugend- und Bürgerbeteiligungsprozessen. Mit seiner fast 10-jährigen Tätigkeit als Kreisjugendpfleger im Landkreis Emmendingen und als langjähriger Bildungsreferent und Referent für Jugendbeteiligung beim Landesjugendring Baden-Württemberg bringt er vielfältige Erfahrungen mit, die es für die Begleitung eine solchen Pilotprojekt braucht. Ab Januar 2022 gehört er zum Team unseres Instituts und koordiniert er das landes- und landkreisbezogene Modellvorhaben.

Wir freuen uns sehr, mit Udo Wenzl einen erfahrenen Kollegen und ausgewiesenen Experten im Feld der Jugendbeteiligung gewonnen zu haben.

IMG 4945

Integrationsbeauftragte in den Stadt- und Kreisdekanaten im Erzbistum Köln - Abschluss der Evaluation

Zum September 2021 erfolgte der Abschluss der Evaluation 'Integrationsbeauftragte in den Stadt und Kreisdekanaten im Erzbistum Köln'. Der Abschlussbericht zeigt die Weiterentwicklung den Aktion Neue Nachbarn und die Entwicklung im ehrenamtlichen Engagement für zugewanderte Menschen auf. Er geht auf die Entwicklungen und Verankerungen im Gemeinwesen ein und identifiziert Bewältigungsstrategien in Krisen, insbesondere der Pandemiesituation und schließt mit Quintessenzen und Handlungsempfehlungen ab. Die Beschreibung der Projektevaluation finden sie hier. Den Abschlussbericht der Evaluation finden sie hier.

logo ann

Dr. Sulamith Hamra verstärkt das Team am Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart

Dr. Sulamith Hamra verstärkt seit 01.10.2021 das Team im Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart. Sulamith Hamra promovierte in Europäischer Ethnologie / Empirische Kulturwissenschaften. 2017/2018 schloss sie ihre Promotion zum Thema integrationspolitischer Aushandlungsprozesse am Beispiel der Umsetzungsdynamiken verschiedener Stadtteilmütterprojekte in Berlin ab. Sie wird als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut in verschiedenen Forschungsprojekten tätig sein. Wir freuen uns sehr mit Dr. Sulamith Hamra eine weitere erfahrene Kollegin am Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart gewonnen zu haben.

Hamra Foto