Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart


Inklusionsoffensive für die Jugendarbeit

Kreisjugendring Esslingen e.V., Kreisjugendring Rems-Murr e.V.

Projekt zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Freizeitangeboten...

 

Kooperationspartner

Kreisjugendring Esslingen e.V.
Kreisjugendring Rems-Murr e.V.

Gefördert durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg
VertreterIn Kooperationspartner

Alfred Kaufmann, KJR Esslingen e.V.
Frank Baumeister, KJR Rems Murr e.V.

Weitere Akteure

Team „Abenteuer Inklusion“
Kreisjugendring Rems-Murr e.V. 
Modellstandorte zur Erprobung von Instrumenten und Aktivitäten im Landkreis Esslingen und im Rems-Murr-Kreis

Inhalt der Forschungskooperation

Bisherige Erfahrungen mit dem Thema „Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“ zeigen, dass es Einrichtungen und MitarbeiterInnen aus diesem Bereich vor allem an Vorbildern und Beispielen aus der Praxis, an Anhaltspunkten für eine strukturierte Vorgehensweise und an einer entsprechenden Kommunikationsstrategie im Hinblick auf das Thema Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung fehlt. Weiter bedarf es fundierter Grundlagen für eine nachhaltige Arbeit und eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Themas im Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendarbeit. Diesen Bedarf anzugehen, stellt das Ziel des  Projekts „Inklusionsoffensive für die Jugendarbeit“ dar. Folgende Module sind hierfür vorgesehen:

  1. Erstellung einer Grundstruktur einer Online-Praxisbox (Inku-Mat), die aus einer Datenbank zur gezielten Recherche zum Thema „Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“ besteht (Theorie, Evaluationsinstrumente, erprobte Praxisbeispielen für inklusive Jugendarbeit). Für die Praxisbeispiele werden praktische Umsetzungshilfen zur Verfügung gestellt und eine Liste bzw. einen Verweis auf gute Praxisbeispiele angehängt. Zudem besitzt der Inklu-Mat das Potential, einen neu konstruierten Online-Selbstcheck einzubinden und individualisierte Handlungsansätze für interessierte Organisationen und Einrichtungen zu erstellen. Ein Austausch der PraktikerInnen auf dieser Plattform wird ebenfalls über einen Blog oder ein Forum gewährleistet.

  2. Entwicklung einer Pilotversion eines Instrumentariums zur Umsetzung von Inklusion für die Jugendarbeit. Dieser kann zur Selbstevaluation und zur Umsetzung inklusiver Vorhaben eingesetzt werden und wird ebenfalls in die Online-Praxisbox (Inklu-Mat) als elektronischer Fragebogen, Leitfaden und Strukturierungshilfe eingebunden.

  3. Erstellung eines modifizierbaren Grundkonzepts („Auf den Weg in eine inklusive Jugendarbeit“) für Impulsreferate, Workshops, Vorträge und Fortbildungen. Dieses Grundkonzept wird AkteurInnen zur Verfügung gestellt, die sich der Aufgabe der Inklusion in Jugendgruppen, Vereinsvorständen, Juze-Versammlungen, Mitgliederversammlungen etc. stellen wollen.
Projektleitung Prof. Dr. Thomas Meyer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Christina Kieslinger, Erziehungswissenschaftlerin (M.A.)

Projektdauer Januar 2013 bis Januar 2014
Zuordnung
Wissenschaftliche Begleitung
Forschungsmethoden
  1. Prozessbegleitung und -evaluation, kontinuierliches Projektmonitoring, Konzeptentwicklung
  2. ExpertInnen-Interviews mit MitarbeiterInnen der Modellstandorte zur Erprobung inklusiver Aktivitäten, Ergebnisdokumentation
  3. Literaturrecherche, -aufbereitung, -zusammenstellung, Erstellung eines Glossars
  4. Praxis- und theoriegeleitete Entwicklung eines Instrumentariums zur Umsetzung von Inklusion für die Kinder- und Jugendarbeit als  Implementierungshilfe und Selbstevaluation
  5. Empirisch gestützte Testung des Instrumentariums für die Kinder- und Jugendarbeit (quantitativ), Item-Analyse